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Proseminar 2003
Thema: IP-Cores
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1.) Einleitung
Als die Entwicklung im FPGA-Sektor vor ca. 5-10 Jahren immer weiter voranschritt
und die Bausteine und Schaltungen immer komplexer wurden, musste beim
Schaltungsentwurf auf einer höheren Abstraktionsebene gearbeitet werden. Auf
dieser werden Entwurfsblöcke zu einem System on a Chip (SoC) zusammengefügt.
Diese Entwurfsblöcke (engl. Building Blocks) sind IP -Cores. (IP heisst Intellectual
Property oder geistiges Eigentum). Ein IP -Core ist also eine vorgefertigte, mehrfach
verwendbare Funktionseinheit, die als Makro in das Design eingebunden werden
kann.
2.) Vorteile von IP-Cores
Die Verwendung von IP -Cores beim Schaltungsentwurf hat vielfältige Vorteile. So
spart der Entwickler viel Zeit und Arbeit, da große Teile seines Entwurfes bereits
fertig spezifiziert und getestet sind. Damit wird natürlich auch die Produktivität im
Entwicklungsprozess erhöht. Ein weiterer Vorteil ist die Wiederverwendbarkeit von
Modulen. So können nicht nur IP-Cores von Fremdanbietern einfach in Systeme
eingebunden werden, sondern auch eigene Teilentwürfe können mehrfach in
verschiedenen Systemen eingesetzt werden (Design-Re-Use).
3.) Was für IP-Cores gibt es?
IP-Cores sind natürlich meistens oft verwendete, große und komplexe
Funktionseinheiten. Angeboten werden Standard-Bus-Schnittstellen, DSP(Digital-
Signal-Processing)-Funktionen
sowie
Telekommunikations -
und
Multimedia-
Anwendungen. Sogar ganze Mikroprozessoren werden als IP -Core angeboten.
Für einfachere Funktionen bieten die FPGA-Hersteller Makrogeneratoren an, wie
z.B. COREGenerator von Xilinx. Damit lassen sich Funktionen wie Addierer,
Multiplizierer u.ä. variabel erstellen.
Bauteilgruppe
Angebotene IP-Cores (Auswahl)
Bus-Schnittstellen
PCI, AGP, USB, Firewire, CAN, ISA, I2C
DSP
Arithmetik, DFT, FFT, FIR-Filter
Telekommunikation und
Multimedia
MP3, MPEG, JPEG, Spracherkennung, DSL-Modems,
UMTS, Ethernet, Bluetooth
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