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IP Cores (Borst)

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Proseminar 2003    Thema: IP-Cores  Seite 3 von  8 4.) Weiche und harte IPs Grundsätzlich  unterscheidet  man  bei  der  Implementierung  zwischen  Hard-IPs  und Soft-IPs. Erstere sind durch fest vorgegebenes Layout, Timing und fixe Schnittstellen charakterisiert; außerdem sind sie in Bezug auf Geschwindigkeit, Siliziumfläche und Leistungsaufnahme  optimiert.  Sie  sind  einerseits  leicht  zu  verifizieren,  andererseits halbleiterhersteller-  und  technologieabhängig,  unflexibel  und  oft  problematisch  beim Produktionstest. Soft-Cores indes basieren auf einer synthetisierbaren Beschreibung, ausgehend von einer Hardware-Beschreibungssprache wie Verilog oder VHDL; sie sind vorkompiliert oder    als    Source-Code    verfügbar    und    zudem    auch    halbleiterhersteller-    und technologieunabhängig    konzipiert.    Einerseits    sind    sie    flexibel    und    zum    Teil parametrisierbar,     andererseits     benötigen     sie     mehrere     Iterationen     bei     der Designoptimierung   (Floorplanning,   Logiksynthese,   Place&   Route)   und   höheren Verifikationsaufwand – besonders bei Änderungen des Source-Codes. 5.) Qualität und Anbieter von IP-Cores Damit    IP-Cores    Schaltungsentwürfe    wirklich    vereinfachen    und    beschleunigen können,  müssen  sie  einen  hohen  Qualitätsstandard  erfüllen,  d.h.  sie  müssen  ein vorhersehbares Verhalten liefern, gut dokumentiert sein, und es muss eine geeignete Anwenderunterstützung  existieren.  Um  den  Kunden  eine  Auswahl  von  geeigneten IP-Cores  anbieten  zu  können,  entwickeln  die  FPGA-Hersteller  selbst  Cores  (Xilinx: LogiCORE), oder sie schliessen Verträge mit Drittfirmen und bieten deren Produkte an  (Xilinx:  AllianceCORE).  Diese  IP -Cores sind meistens harte IPs. Sie sind oft auf ein FPGA oder eine FPGA-Baureihe beschränkt. Das hat den Vorteil, dass der Core perfekt  auf  den  jeweiligen  FPGA-Typ abgestimmt ist und alle seine Vorteile nutzen kann. Das macht den Core schneller und Platz sparender. Der Nachteil ist, dass der Core meistens weder auf- noch abwärtskompatibel ist. So muss für ein neues FPGA auch oft ein neuer Core gekauft werden. 6.) Schaltungsentwicklung mit IP-Cores Die  Aufgabe  des  Entwicklers  ist  heutzutage  nicht  mehr,  jede  Schaltungsfunktion selber   zu   entwickeln,   sondern   sie   besteht   zum   großen   Teil   darin,   vorhandene Funktionsblöcke   mit   einem   EDA-Werkzeug   (Electronic   Design   Aid)   zu   einer Gesamtschaltung  zu  verbinden.  Diese  schon  vorhandenen  Einheiten  können  IP - Cores oder auch bereits fertige eigene Entwürfe sein (Design Re-Use). Diese werden mit    eigenen    Entwürfen    kombiniert    und    vom    Entwickler    zu    einer    sinnvollen Gesamtschaltung   verbunden.   Die   Tätigkeit   des   Entwicklers   verändert   sich   also dahin,  dass  er  in  Zukunft  immer  weniger  Funktionen  selber  implementieren  muss, sondern vielmehr „nur noch“ vorgefertigte Bausteine auswählt und zu einem Ganzen zusammenfügt. Im Jahre 2002 wurden bei der Entwicklung eines Systems auf einem Chip  (SoC)  bereits  ca.  50%  der  Funktionen  durch  IP -Cores  implementiert,  2005 werden es Schätzungen zufolge ca. 80% sein.  Das  zeigt,  dass  IP -Cores in Zukunft noch   an   Gewicht   gewinnen   werden,   da   die   FPGAs   immer   größer   und   die Schaltungen immer komplexer werden.
  
Gerätekonstruktion in Feinwerktechnik und Elektronik
Siehe auch:
Konstruktionselemente der Feinmechanik
Optiktechnologie: Grundlagen - Verfahren - Anw...
Tabellenbuch Metall (mit Formelsammlung)
Technisches Zeichnen: Grundlagen, Nor...
 
   
 
     
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